dotcomwebdesign.com
Über mich > Meine Bücher Gesehen gehört Erinnerungen > an die Donau und die Schiffswerft in Korneuburg - Teil 3
 

an die Donau und die Schiffswerft in Korneuburg - Teil 3

 

 

Die Entstehung der Werft

Der Name Werft Korneuburg wurde erstmals 1852 erwähnt.

Vorher wurde der Seitenarm von der 1. DDSG als Winterhafen benutzt. Die Korneuburger Werft war in dieser Zeit für Ausbesserungsarbeiten bestimmt und diente diesem Zweck vorwiegend bis 1927. Seit der Jahrhundertwende wurden auch neue Schlepper aus Holz gebaut. Das erste auf der Korneuburger Werft gebaute Motorfahrzeug war der Schwimmbagger „Fafner“. Während des großzügigen Ausbaues der Werft wurden ab 1937 vier Frachtmotorschiffe der sogenannten Feldherrnklasse gebaut, und zwar Prinz Eugen, Erzherzog Karl, Laudon und Radetzky. Die Antriebsmaschinen dieser Schiffe waren bereits Dieselmotoren, welche ihre Kraft über Wellen an die Schiffsschrauben (Erfinder: Josef Ressel) übertragen, die für den nötigen Vortrieb sorgten. Der Schiffskörper bestand aus Stahlplatten, welche durch Nieten miteinander verbunden wurden. Ab dem Jahre 1936 begann man einzelne Bauteile zu schweißen. Später wurde der gesamte Schiffskörper geschweißt. Zu dieser Zeit waren ca. 800 Personen auf der Werft beschäftigt. In der Zeit des 2. Weltkrieges musste die Werft, wie so viele Betriebe, für die damaligen Machthaber arbeiten. In der Nachkriegszeit stand die Werft unter sowjetischer Verwaltung, die viele Schiffe, unter anderem Seeleichter (Hochseegüterkähne ohne eigenen Antrieb), bauen ließ.

Nach der Unterzeichnung des Staatsvertrages versuchte die jetzt österreichische Werftleitung, eine breitere Basis zu schaffen. Es wurden Schiffe nach Deutschland, Griechenland, Ecuador, Ägypten, Saudi-Arabien, Nigeria, Rumänien, Libyen, in den Irak, nach Indonesien, in den Libanon und vor allem in die UdSSR geliefert. Ab 1974 war die Schiffswerft Korneuburg mit ihrem Schwesternbetrieb in Linz zusammengeschlossen und in den Konzern der VÖEST-Alpine integriert. Die Beschäftigten teilten sich auf die allgemeine Verwaltung, Konstruktion, Schiffsbau mit Schweißerei und Schmiede, Maschinenbau, Bauschlosserei, Spenglerei, Elektrobau, Tischlerei, Zimmerei, Anstreicherei, Kunststoffbau und Werkzeugbau auf. Es wurden knapp 800 Neubauten auf Kiel gelegt, vom Stapel gelassen und abgeliefert, wobei in der letzten Zeit viele Hochseeschiffe die Werft verließen.