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an das Bootshaus und den Kanusport


Gesehen gehört Erinnerungen - Titelseite

Der Name Kanu stammt aus den Indianischen "Canoa" und wurde von Columbus aufgezeichnet, doch schon auf den Wasserstraßen der Wikinger war dieser Bootstyp bekannt.

Die Naturvölker aller Kontinente bauten Boote, die sich aus dem Einbaum entwickelten. Die Eskimos überzogen ein Treibholzgestell mit Seehundhaut, die Indianer und Afrikaner verwendeten Tierfelle und Baumrinde um leichte, wendige und doch widerstandsfähige Boote herzustellen, mit denen sie das Wasser überwinden und so ihre Nahrung und Güter über weite Strecken leichter transportieren konnten. Diese Grundform des Bootes wurde zahlreichen Konstruktionsänderungen unterworfen und wird im modernen Kanusport als Kanadier bezeichnet.

Um 1890 entwickelte Heurich das zusammenlegbare Faltboot mit einer Leinenhaut, in den Dreißigerjahren unseres Jahrhunderts wurde die Leinenbespannung durch eine Gummihaut ersetzt. In dieser Form stand das Boot bis 1965 im Mittelpunkt internationaler sportlicher Wettkämpfe und der Wassertouristik.

Mit dem Faltboot, das aus dem Eskimokajak entstanden ist, konnten auch entlegene Gebirgsflüsse befahren und große Langstreckenfahrten unternommen werden. Österreicher Leisteten hier Pionierarbeit, so Adolf Anderle, Erstbefahrer der berühmten Salzachöfen, Hermann Zajicek, der unter anderem von Fiumi bis Alexandrette paddelte, und Leopold Rybar, der durch unzählige Publikationen für den Paddelsport warb. Segelflieger Kronfeld war ein begeisterter Faltbootfahrer und versuchte sogar eine Befahrung der Rhoneschlucht.

Hand in Hand mit dem Tourenfahren entwickelte sich der Rennsport, und durch Gregor Hradetzky (Krems), die Linzer Kainz und Dorfner und viele andere Fahrer wurden zahlreiche
Große internationale Paddelerfolge errungen.